Manchmal gibt es Träume, die einen über viele Jahre begleiten. Träume, die leise im Hintergrund wachsen und irgendwann so groß werden, dass man ihnen endlich Raum geben muss.
Genau so entstand meine Kunstausstellung “Glücksmomente“ in Wolfhagen, Schützeberger Straße 38.
Vom 11. August bis 9. September 2026 öffnet sich für einen Monat ein Ort, an dem Kunst nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden darf. Für mich geht damit ein Herzenswunsch in Erfüllung: einen Raum zu schaffen, der Menschen zusammenbringt, berührt und daran erinnert, wie wertvoll die kleinen Glücksmomente des Lebens sind.
Eine Rückkehr nach Wolfhagen
Wolfhagen war 24 Jahre lang mein Zuhause. Hier habe ich viele Erinnerungen gesammelt, Menschen kennengelernt und einen wichtigen Teil meines Lebens verbracht.
Mit dieser Ausstellung kehre ich an einen Ort zurück, der mich geprägt hat. Es fühlt sich an, als würde sich ein Kreis schließen. Gleichzeitig möchte ich etwas zurückgeben – einen Ort schaffen, an dem Begegnungen entstehen, Gespräche geführt werden und Menschen für einen Moment den Alltag hinter sich lassen können.
Kunst als Einladung zum Innehalten
Unsere Welt ist schnell geworden. Wir funktionieren oft im Autopiloten und vergessen dabei, den Augenblick bewusst wahrzunehmen.
Genau hier setzt meine Kunst an.
Meine abstrakten Werke entstehen intuitiv durch fließende Farben, Schwerkraft und Bewegung. Sie erzählen keine fertigen Geschichten, sondern laden dazu ein, eigene Gedanken und Gefühle zu entdecken.
Deshalb verzichte ich bewusst auf klassische Bildbeschreibungen. Stattdessen begleiten Reflexionsfragen die Werke und eröffnen jedem Besucher seine ganz persönliche Perspektive.
Eine Ausstellung, bei der jeder mitgestalten kann
„Glücksmomente“ ist kein Ort, an dem man nur Bilder betrachtet.
Ich wünsche mir, dass Besucher Teil der Ausstellung werden.
Deshalb entsteht während der gesamten Ausstellungszeit ein großes Gemeinschaftskunstwerk. Jeder darf eine Karte gestalten – mit Farben, Worten oder Zeichnungen. Aus vielen einzelnen Beiträgen wächst ein einzigartiges Kunstwerk, das am Ende für einen guten Zweck versteigert wird.
Außerdem lädt das ausliegende Glücksbuch dazu ein, persönliche Glücksmomente, Erinnerungen oder Gedanken anonym mit anderen Menschen zu teilen.
Kunst trifft Skulptur
Ein weiterer besonderer Bestandteil der Ausstellung sind die Skulpturen meines Mannes Axel Freyer.
Seine Arbeiten verbinden Naturmaterialien mit Beton und Blattgold und beschäftigen sich mit den Themen Vergänglichkeit, Beständigkeit und dem Wert des Augenblicks.
Besonders beeindruckend ist sein Werk „The Both“, bei dem echte Rhabarberblätter dauerhaft konserviert werden. Jedes Blatt ist einzigartig – genau wie jeder Moment unseres Lebens.
Musik, Begegnungen und gemeinsames Erleben
Die Pop-up-Galerie soll ein lebendiger Ort sein.
Während der Ausstellung werden immer wieder Musikerinnen, Musiker und Bands den Raum mit kleinen Live-Auftritten bereichern. Kunst, Musik und Begegnungen verschmelzen zu besonderen Momenten, die in Erinnerung bleiben.
Gemeinsam Gutes tun
Mir war von Anfang an wichtig, dass diese Ausstellung nicht nur inspiriert, sondern auch etwas zurückgibt.
Kinder erinnern uns jeden Tag daran, wie einfach Glück sein kann: kreativ sein, ausprobieren, lachen und ganz im Moment leben. Am 15. August 2026 findet deshalb eine große Kindermalaktion zum Schulstart statt.
Kinder können einen limitierten Turnbeutel kreativ gestalten und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Alle Spenden gehen zu 100 % an den VfL Wolfhagen.
Für das leibliche Wohl sorgt an diesem Tag der Landfrauenverein Landau mit frisch gebackenem Kuchen.
Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher am 15. August 2026: Der erst 13-jährige Saxophonist Kjell Schöntag wird die Ausstellung musikalisch bereichern um 13 Uhr und mit seinem Talent für besondere Glücksmomente sorgen.
Mit seinem Saxophon schafft Kjell eine ganz besondere Atmosphäre und zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen mit ihrer Kreativität andere Menschen berühren können.
Die Verbindung von Kunst, Musik und Begegnung macht die Ausstellung zu einem lebendigen Erlebnis für alle Generationen.
Mein größter Wunsch
Ich wünsche mir, dass jeder Besucher die Ausstellung mit einem guten Gefühl verlässt.
Vielleicht mit einer neuen Perspektive. Vielleicht mit einem kleinen Lächeln. Vielleicht mit der Erinnerung an einen eigenen Glücksmoment.
Denn genau darum geht es.
Nicht darum, Kunst zu verstehen.
Sondern sie zu erleben.